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Bernhard Wunderlich Dissertation


Das Physikstudium hat Bernhard Wunderlich bereits beendet und promoviert nun an der TU München. Seine Zukunft sieht er eher als Physiker, nicht als Rapper.

"Okay, ich habe jetzt keine Zeit zum Lernen, also gehe ich nicht zur Prüfung. Dann falle ich wegen Nichterscheinens durch und muss es eben im zweiten Anlauf schaffen - das ist öfter passiert. So hat mein Studium länger gedauert als normal. Ich habe 20 Semester studiert, doppelt so lange wie vorgesehen.

Am Ende habe ich Studiengebühren gezahlt. In meinem Fall war das auch relativ fair. Allgemein sind Gebühren in Ordnung, wenn du das Gefühl hättest, das Geld würde bei der Uni bleiben und etwas ändern. Manchmal habe ich aber leider den Eindruck, dass Studiengebühren bestenfalls die Löcher stopfen, die Einsparungen in den letzten Jahren gerissen haben. Insgesamt kommt es auf die Höhe an. Wir brauchen dann auch ein breiteres Stipendiensystem zur Förderung für Leute, die sich die Uni sonst nicht leisten können.

Das Studium liegt hinter mir: Seit Mai 2006 bin ich Diplom-Physiker. Jetzt habe ich eine Doktorandenstelle an der TU München als Biophysiker. Wir versuchen, einen Feldeffekttransistor als Biosensor für Proteine und andere Biomoleküle zu entwickeln.

Irgendwann würde ich gern als Physiker arbeiten

Wenn ich meinen Kollegen erkläre, was ich da mache, steigen die nach dem ersten Satz aus. Dass ich abends im Tourbus noch einen Blick in ein Buch oder Paper werfe, kommt schon vor. Meist lass ich das aber lieber bleiben und feiere mit den anderen.

Was verbindet Musik und Physik? Du weißt vorher nie, was passiert. Bevor du es nicht im Labor oder im Studio probierst, weißt du nicht, wie es ist. Du fängst einfach mit einer Idee an und schaust, ob was Brauchbares dabei herauskommt. Oft entwickelt sich daraus etwas anderes als das, was man eigentlich wollte.

In 15 Jahren sehe ich mich nicht mehr als Rapper mein Geld verdienen. Irgendwann würde ich gern in meinem Beruf als Physiker arbeiten. Dafür habe ich studiert, weil Physik mich interessiert und mir Spaß macht.

Ich brauche das Gefühl, dass ich Musik machen kann, weil ich einfach Bock habe, diese Musik zu machen. Wäre ich auf den Job als Musiker angewiesen, müsste ich vielleicht irgendwann Kompromisse eingehen, um weiter erfolgreich zu sein, weil ich nichts anderes gelernt habe und nichts anderes kann. Ich möchte keinen Job machen, auf den ich keinen Bock habe. So habe ich einen zweiten coolen Job, den ich gern machen würde: Irgendwann fest als Physiker arbeiten."

Aufgezeichnet von Jan Hauser

Außerdem in der Woche der Musikerstudenten:

Montag:"Wir hatten schon dicke Shows gespielt. Aber die mündliche Zwischenprüfung war viel schlimmer. Da habe ich mir fast in die Hose geschissen" - Johannes Strate, 27, Revolverheld-Sänger und beurlaubt von den Kulturwissenschaften

Dienstag:"Vorlesungen waren für mich ein soziales Event - wie ins Kino gehen. Und in den schwierigsten Vorlesungen hatte ich die besten Songideen" - Alex Siedenbiedel, 30, Gitarrist der Donots und BWL-Doktorand

Mittwoch:"Ich werde nicht mein Leben lang das machen, was ich gerade mache. Ich könnte wieder an die Uni gehen und würde dann gern Zahnmedizin studieren" - Eva Briegel, 28, Juli-Sängerin und Abbrecherin mehrerer Studienfächer

Freitag: "Mein Studium war eine Katastrophe. Ich dachte, alle wären cool und hören Tocotronic. Leider war das nicht so" - Sebastian Madsen, 25, Sänger bei Madsen und Germanistik-Abbrecher

Samstag: "Mathematiker sind sehr diszipliniert und gehen immer nach den gleichen Schritten vor. Ich denke zu sehr geradeaus - das ist in der Musik nicht so gut" - Thorben Weiner, 23, Gitarrist bei Pete Blume und Mathe-Student

Abstract

Crystallization during polymerization of p-xylylene from the gas phase has been studied between 200 and −196°C. From room temperature to −17°C the polymer crystal morphology changes in that the crystallinity decreases. In this range the process is thought to be of the successive polymerization and crystallization type. The morphology is in agreement with this mechanism, of the folded-chain β-polymorph type with proper epitactic orientation of the chains with respect to the support surface. At −78°C an intermediate, poorly crystallized polymer results. At 196°C the reaction is most likely of the simultaneous polymerization and crystallization type. The morphology is, in agreement with the changed mechanism, of a metastable, irregularly folded β-polymorph type with no orientation of the chains relative to the support surface. No significant changes in molecular weight were observed in the polymers produced between 26 and −196°C.